Meine Dissertation steht unter dem Arbeitstitel: "Die nationalstaatliche Koordination der europapolitischen Willensbildung: Ein Drei-Länder-Vergleich". Die folgenden Informationen stammen noch aus der Konzeptionsphase. Demnächst werde ich den ersten Rohentwurf der Arbeit abschließen und dann diese Seite entsprechend aktualisieren.
Zusammenfassung Die Europapolitik der Bundesregierung sieht sich seit den 1970er Jahren immer wieder massiver Kritik ausgesetzt. Vor allem die Koordination zwischen den einzelnen Ministerien wird als mangelhaft bewertet und soll zu suboptimalen Politikergebnissen führen. Die vorliegenden Untersuchungen führen zwar immer wieder die Europapolitik anderer Mitgliedstaaten als Vorbild an, doch vergleichen die Autoren die Wirkungsweise der unterschiedlichen Verfahren nicht systematisch. Somit bleibt letztlich unklar, ob die deutsche Europapolitik wirklich ineffizienter als die anderer Staaten ist. Die hier skizzierte Untersuchung soll eine Antwort auf diese Frage liefern. Dazu werden systematisch die nationalstaatlichen Koordinationsverfahren der deutschen, der französischen und der britischen Regierung in bestimmten Politikfeldern verglichen. Die Verfahren sind danach zu bewerten, ob sie geeignet sind, die nationalstaatlichen Interessen wirksam auf europäischer Ebene zu vertreten. Forschungsstand Im Fokus der hier skizzierten Untersuchung stehen die nationalstaatlichen Koordinationsverfahren (im europäischen Willensbildungsprozess). Dabei wird nach der unterschiedlichen Wirksamkeit (und Wirkung) der Verfahren gefragt. Das Erkenntnisinteresse schließt eine Erklärung der sich ergebenden Unterschiede ein. Die Untersuchung soll damit auch einen Beitrag zu dem Versuch leisten, Handlungsvorschläge für die nationalstaatliche Europapolitik zu entwickeln.
Neueste Kommentare
vor 33 Wochen 3 Tage
vor 2 Jahre 14 Wochen